Google muss löschen, aber nur den Link, nicht den Artikel von Dritten

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Die Internetsuchmaschine Google muss einen Link, von dem sich eine Mitarbeiterin einer Universität in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt fühlt (hier wurde sie als Rassistin und als islamfeindlich bezeichnet), nicht suchen und löschen. Das hat das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden. Es reiche aus, wenn Google nach dem Hinweis der Frau den konkreten Link zu dem Artikel als Suchergebnis sperrt. Die Suchmaschinenbetreiber sind nicht verpflichtet, von Dritten ins Netz gestellte Beiträge aufzuspüren und auf eventuelle Persönlichkeitsrechtsverletzungen zu überprüfen. (OLG Karlsruhe, 6 U 2/15)